Athleten-Club Mülheim
am Rhein von 1892 e.V.
Paul Burbach
Seit einigen Jahren richtet der AC Mülheim 92 für Schüler (-innen) und Jugendliche dass Paul Burbach Gedächtnisturnier aus. Das
Turnier ist mittlerweile über die Grenzen von Nordrhein – Westfalen hinaus bekannt und wird von Aktiven nahezu aus dem ganzen
Bundesgebiet besucht. So haben häufig weit mehr als 200 Sportler(innen) an dem Turnier teilgenommen. Viele Sportfreunde fragen
sich: Wer ist oder war Paul Burbach? Die Älteren können sich sicherlich noch an diesen Mülheimer Athleten erinnern. Für diejenigen,
die nichts mit dem Namensgeber unserer schönen Veranstaltung anfangen können, ist der Mensch und Sportler Paul Burbach
nachstehend beschrieben:
Paul Burbach wurde am 09.05.1920 im 2 Jahre zuvor nach Köln eingemeindeten Mülheim am
Rhein geboren. Im Alter von 11 Jahren fand er zum AC Mülheim 92 und betrieb hier mit großer
Leidenschaft den Ringkampfsport. Bereits 1939, kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges, gelang
ihm sein erster herausragender Erfolg. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im griechisch –
römischen Stil in Breslau belegte er den 1. Platz. Bevor er sich mit dem Titel Deutscher
Jugendmeister schmücken konnte, musste er 7 Kämpfe bestreiten, die er allesamt mit
Kopfhüftzug vorzeitig gewinnen konnte. Immer dann wenn er aus alten Erinnerungen erzählte,
beschrieb er den anschließenden Empfang in der Heimat. Die einheimische Bevölkerung bereitete
ihm einen großen Empfang. Er wurde vom Bahnhof Mülheim, begleitet von einem Fackelzug, in
einer Pferdekutsche nach Hause gefahren. Ein Begrüßung, wie man sie sich schöner nicht
vorstellen kann.
Noch im gleichen Jahr war er das jüngste Mitglied der Mülheimer Mannschaft, die um die
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft kämpfte und diese auch gegen den ESV München –
Neuaubing gewann.
1 Jahr später erkämpfte er sich bei den Deutschen Meisterschaften der Männer einen 3. Platz ,
bevor er als Soldat in den Krieg musste.
So verlor durch Kriegsdienst und Gefangenschaft seine besten Jahre als Sportler.
Dennoch gelang ihm noch ein großer Erfolg. In Zella – Mehlis erkämpfte er sich 1949 den Titel
des Deutschen Meisters im griechisch – römischen Stil. Danach stand er noch viele Jahre in der
Mannschaft des AC Mülheim 92. Jahrzehntelang war er im Vorstand in vielen Funktionen tätig.
Insgesamt gehörte er seinem über alles geliebten Athleten – Club von 1892 rund 65 Jahre an. Die
Mitgliederversammlung ernannte ihn zum Ehrenvorstandsmitglied. Der Deutsche Ringerbund
verlieh ihm wegen seiner Verdienste um den Ringersport die Ehrennadel in Gold.
Er war allseits wegen seiner liebenswerten und kameradschaftlichen Art beliebt.
Bis zu seinem Tod am 30.06.1996 war er das Idol der Mülheimer Ringerjugend.